Vom 22. bis 28. März 2026 habe ich Florenz und Rom in einer einwöchigen Reise kombiniert. Zwischen den beiden Städten ging es mit dem Hochgeschwindigkeitszug – für mich eine der angenehmsten Möglichkeiten, zwei italienische Städte in relativ kurzer Zeit miteinander zu verbinden.
Florenz empfand ich als kompakt und schnell zugänglich, Rom dagegen als deutlich grösser, voller und chaotischer. Genau dieser Unterschied machte die Kombination für mich interessant.
Reise auf einen Blick
- Reisezeit: 22.–28. März 2026
- Dauer: 7 Tage
- Route: Florenz – Rom
- Anreise: Flug Zürich – Florenz
- Unterkünfte: The Social Hub in Florenz und Rom
- Fortbewegung: zu Fuss, Tram, Metro und Zug
- Weiterreise zwischen den Städten: Hochgeschwindigkeitszug mit Italo
- Rückreise: Flug Rom – Zürich
Anreise nach Florenz
Unsere Reise begann mit dem Flug von Zürich nach Florenz.
In Florenz übernachteten wir im The Social Hub Florence Belfiore. Dank der Tramanbindung kamen wir unkompliziert Richtung Innenstadt.
Für einen Städtetrip fand ich die Lage praktisch: Wir mussten nicht mitten im historischen Zentrum übernachten und erreichten die wichtigsten Bereiche trotzdem ohne grossen Aufwand.
Florenz selbst ist vergleichsweise kompakt. Viele Sehenswürdigkeiten lassen sich gut zu Fuss miteinander verbinden, was für die ersten Tage sehr angenehm war.

Florenz: kompakt, kulinarisch und gut zu Fuss
Santo Spirito und Mercato Centrale
Einen unserer ersten Abende verbrachten wir rund um Santo Spirito.
Dort assen wir bei Gustapanino. Die Gegend wirkte auf mich etwas entspannter als die unmittelbar touristischsten Bereiche rund um Dom und Ponte Vecchio.
Später gehörte auch der Mercato Centrale zu den Orten, die mir kulinarisch besonders gut gefallen haben. Im Erdgeschoss befindet sich der klassische Markt, darüber ein grosser Foodcourt mit verschiedenen Angeboten.
Gerade wenn man sich nicht auf ein einzelnes Restaurant festlegen möchte, fand ich dieses Konzept angenehm.

Die klassischen Sehenswürdigkeiten
Natürlich gehörten auch die bekanntesten Orte von Florenz zu unserer Reise.
Der Dom prägt das Stadtbild praktisch überall im Zentrum, und auch die Ponte Vecchio gehört zu den Orten, an denen man bei einem ersten Besuch kaum vorbeikommt.
Florenz empfand ich generell als Stadt, in der man nicht ständig einen genauen Plan braucht. Viele bekannte Orte liegen relativ nahe beieinander und ergeben sich beim Spazieren fast automatisch.
Pasta-Kurs
Eine Aktivität, die etwas aus dem klassischen Sightseeing herausfiel, war unser Pasta-Kurs.
Der Kurs war eindeutig touristisch und auch der Wein hat mich nicht besonders überzeugt. Trotzdem hatten wir viel Spass dabei, selbst Pasta und Tiramisu zuzubereiten.
Genau deshalb würde ich ihn rückblickend wieder einplanen. Nicht jede touristische Aktivität muss möglichst authentisch oder unbekannt sein, um Spass zu machen.

Giardino delle Rose und Piazzale Michelangelo
Für die Aussicht über Florenz gingen wir Richtung Piazzale Michelangelo.
Direkt darunter liegt der Giardino delle Rose. Mir hat es dort besonders gut gefallen, weil es deutlich ruhiger war als auf dem bekannten Aussichtspunkt oberhalb.
Wer anschliessend weiter zur Piazzale Michelangelo geht, bekommt zum Sonnenuntergang einen weiten Blick über Florenz.
Der Platz selbst war entsprechend gut besucht. Ein paar Meter Abstand zu den grössten Menschenansammlungen reichten aber bereits, um die Aussicht etwas entspannter zu geniessen.

Von Florenz nach Rom mit dem Zug
Für die Weiterreise nach Rom nutzten wir Italo.
Die Fahrt dauerte ungefähr eineinhalb Stunden. Für mich war das deutlich angenehmer, als zwischen den beiden Städten nochmals zu fliegen.
Gerade bei einer solchen Städtekombination zeigt sich der grosse Vorteil des Hochgeschwindigkeitszugs: Man fährt von Stadtzentrum zu Stadtzentrum und verliert vergleichsweise wenig Zeit mit dem eigentlichen Ortswechsel.
Die aktuellen Fahrzeiten und Preise würde ich direkt beim jeweiligen Anbieter prüfen, da sie sich ändern können. Webseite Italo
Rom: grösser, voller und beeindruckend
In Rom übernachteten wir erneut in einem The Social Hub, ungefähr 20 Gehminuten vom Bahnhof entfernt.
Schon beim ersten Spaziergang wurde deutlich, wie anders sich Rom im Vergleich zu Florenz anfühlt. Die Stadt ist weitläufiger, dichter und teilweise deutlich chaotischer.
Gleichzeitig läuft man ständig an historischen Gebäuden und bekannten Sehenswürdigkeiten vorbei.
Kolosseum, Trevi-Brunnen und Spanische Treppe
Zu den ersten bekannten Orten unserer Zeit in Rom gehörten das Kolosseum, der Trevi-Brunnen und die Spanische Treppe.
Gerade an den bekanntesten Sehenswürdigkeiten waren die Menschenmengen deutlich spürbarer als in Florenz.
Rom ist für mich eine Stadt, bei der sich bekannte Orte und normaler Stadtalltag ständig vermischen. Man läuft durch eine Seitenstrasse und steht plötzlich vor einem Bauwerk, das man vorher nur von Bildern kannte.

San Lorenzo
Abseits der bekanntesten Sehenswürdigkeiten gefiel uns besonders San Lorenzo.
Das Viertel ist studentischer geprägt und fühlte sich deutlich weniger wie ein klassischer Touristen-Hotspot an.
Wir assen dort im Saltimbocca San Lorenzo. Auch die Preise für Drinks empfand ich hier angenehmer als in den stark touristischen Bereichen der Stadt.
Gerade dieser Kontrast zu den grossen Sehenswürdigkeiten hat mir gefallen.

Trastevere
Auch Trastevere gehörte zu den Vierteln, die mir gefallen haben.
Trotz Regen war es angenehm, einfach durch die engen Gassen zu laufen. Unser Weg führte dabei auch über die Tiberinsel.
Trastevere ist zwar ebenfalls längst kein Geheimtipp mehr, fühlte sich für mich aber nochmals anders an als die grossen Plätze und Sehenswürdigkeiten im Zentrum.

Villa Borghese und ein ruhiger letzter Tag
Den letzten Tag hielten wir bewusst etwas ruhiger.
Nach einem Brunch in der Nähe der Piazza del Popolo spazierten wir länger durch den Park der Villa Borghese, bevor es anschliessend Richtung Flughafen ging.
Nach mehreren Tagen mit vielen Kilometern zu Fuss und zahlreichen Sehenswürdigkeiten war dieser Abschluss genau richtig.
Gerade bei Städtereisen merke ich immer wieder, dass nicht auch der letzte verfügbare Nachmittag noch komplett mit Programm gefüllt sein muss.

Was mir besonders gefallen hat
Die Kombination aus Florenz und Rom hat für mich vor allem wegen der Unterschiede zwischen den beiden Städten funktioniert.
Florenz ist kompakter und fühlt sich schneller überschaubar an. Viele Orte lassen sich bequem zu Fuss erreichen, und gerade die Aussicht über die Stadt ist mir positiv in Erinnerung geblieben.
Rom dagegen bietet deutlich mehr Fläche, mehr Menschen und eine enorme Dichte an historischen Orten.
Besonders gefallen haben mir:
- die einfache Zugverbindung zwischen Florenz und Rom
- der Mercato Centrale
- der Pasta-Kurs trotz seines touristischen Charakters
- der Giardino delle Rose und die Aussicht über Florenz
- San Lorenzo als Abwechslung zu den bekannten Sehenswürdigkeiten
- Trastevere
- der ruhige Abschluss in der Villa Borghese
Was ich anders machen würde
Grundsätzlich würde ich Florenz und Rom wieder miteinander kombinieren.
Bei einem zweiten Besuch würde ich aber noch bewusster darauf achten, stark frequentierte Sehenswürdigkeiten möglichst früh am Morgen oder ausserhalb der klassischen Spitzenzeiten zu besuchen.
Vor allem in Rom können sich grosse Menschenmengen schnell auf das Erlebnis auswirken.
Ausserdem würde ich weiterhin bewusst freie Zeit einplanen. Gerade der ruhigere letzte Tag hat mir gezeigt, dass ein Städtetrip für mich angenehmer ist, wenn nicht jede Stunde fest verplant ist.
Mein Fazit zu Florenz und Rom
Florenz und Rom funktionieren für eine einwöchige Reise sehr gut zusammen.
Florenz empfand ich als kompakter und entspannter. Rom ist dagegen grösser, chaotischer und teilweise überwältigender – bietet dafür aber eine enorme Vielfalt an historischen Orten und unterschiedlichen Vierteln.
Besonders praktisch fand ich die kurze Zugverbindung zwischen beiden Städten. Dadurch verliert man beim Wechsel kaum einen ganzen Reisetag.
Würde ich die Kombination wieder machen? Ja.
Ich würde allerdings weiterhin bewusst Pausen einplanen und bei den bekanntesten Orten möglichst Randzeiten nutzen.
Meine Tipps für Florenz und Rom
- Zwischen Florenz und Rom den Zug nutzen. Für uns war das unkompliziert und schnell.
- Florenz möglichst viel zu Fuss erkunden. Die kompakte Innenstadt eignet sich sehr gut dafür.
- Den Giardino delle Rose nicht auslassen. Mir gefiel die ruhigere Atmosphäre unterhalb der Piazzale Michelangelo besonders gut.
- Auch touristische Aktivitäten dürfen Spass machen. Unser Pasta-Kurs war kein Geheimtipp, aber trotzdem ein Highlight.
- In Rom nicht nur die klassischen Sehenswürdigkeiten besuchen. Viertel wie San Lorenzo und Trastevere haben für mich für Abwechslung gesorgt.
- Nicht jeden Tag vollständig verplanen. Gerade bei mehreren intensiven Stadttagen waren ruhigere Abschnitte angenehm.



