Die Rundwanderung auf das Hirzli startet bei Morgenholz oberhalb von Niederurnen und bietet für eine vergleichsweise kurze Tour überraschend viel Aussicht.
Ich war am 13. Mai 2026 unterwegs. Das Wetter war wechselhaft, und in höheren Lagen lagen noch einzelne Schneefelder. Gerade diese machten einige Abschnitte rutschiger als erwartet.
Mit rund 7 Kilometern ist die Tour nicht besonders lang, die ungefähr 660 Höhenmeter im Auf- und Abstieg sorgen aber trotzdem dafür, dass sie nicht ganz ohne Anstrengung bleibt.
Kurzinfos zur Wanderung
- Start: Bergstation Morgenholz
- Ziel: Bergstation Morgenholz
- Distanz: ca. 7 km
- Dauer: ca. 3–3,5 Stunden
- Aufstieg: ca. 660 Höhenmeter
- Abstieg: ca. 660 Höhenmeter
- Schwierigkeit: mittel / T2
- Kondition: mittel
- Ausrüstung: Wanderschuhe mit gutem Profil
- Anreise: mit dem ÖV bis Niederurnen, Ochsenplatz, anschliessend zu Fuss zur Luftseilbahn Niederurnen–Morgenholz

Anreise mit dem ÖV
Ich bin mit dem öffentlichen Verkehr bis Niederurnen, Ochsenplatz gefahren.
Von dort sind es ungefähr zehn Minuten zu Fuss durch das Dorf bis zur Talstation der Luftseilbahn Niederurnen–Morgenholz.
Die kleine Seilbahn bringt dich direkt nach Morgenholz und damit zum eigentlichen Ausgangspunkt der Wanderung.


Vor der Wanderung würde ich die aktuellen Betriebszeiten unbedingt nochmals prüfen. Die Bahn verkehrt nicht durchgehend nach einem klassischen Stadt-ÖV-Fahrplan und kann beispielsweise eine Mittagspause haben.
Die Wanderung
Von Morgenholz Richtung Hirzli
Nach der Bergfahrt startet die Wanderung bei Morgenholz zunächst relativ gemütlich.
Der Weg führt durch eine abwechslungsreiche Landschaft aus Waldstücken, offenen Wiesen und zunehmend weiter werdenden Ausblicken.


Mit zunehmender Höhe wird der Weg steiler. Die rund 660 Höhenmeter sind zwar auf eine relativ kurze Strecke verteilt, setzen aber trotzdem eine gewisse Grundkondition voraus.
Je höher ich kam, desto stärker veränderte sich die Landschaft.
Aus den eher gemütlichen Wegen wurden schmalere Bergwanderwege, und der Anstieg war zunehmend spürbar.
Schneefelder Mitte Mai
Bei meiner Wanderung am 13. Mai lagen in höheren Lagen noch einzelne Schneefelder.
Dadurch wurden einige Stellen deutlich rutschiger, als ich es bei einer ansonsten eher moderaten T2-Wanderung erwartet hätte.
Gerade hier war ich froh um Wanderschuhe mit gutem Profil.


Aussicht vom Grat
Sobald man höher kommt und den Grat erreicht, öffnet sich die Aussicht deutlich.
Gerade die Lage des Hirzli macht die Tour für mich interessant: Auf der einen Seite blickt man Richtung Walensee, auf der anderen über die Linthebene bis Richtung Zürichsee.
Dadurch wirkt die Landschaft von oben erstaunlich weitläufig.

Auf dem Hirzli
Oben angekommen lohnt es sich, etwas Zeit für die Aussicht einzuplanen.
Für eine Tour mit vergleichsweise kurzer Distanz bekommt man hier sehr viel Panorama.
Gerade bei wechselhaftem Wetter verändert sich die Stimmung schnell: Während meiner Wanderung wechselten sich Wolken und sonnigere Abschnitte immer wieder ab.



Der Abstieg zurück nach Morgenholz
Vom Hirzli führt der Rundweg wieder zurück Richtung Morgenholz.
Ich finde Rundwanderungen grundsätzlich angenehmer als reine Hin-und-zurück-Routen, weil man auf dem Rückweg nochmals andere Landschaften sieht.
Bei meiner Tour war auf dem Abstieg allerdings nochmals Konzentration gefragt. Durch die Schneereste waren einige Stellen rutschig.

Im weiteren Verlauf wird der Weg wieder angenehmer und führt zunehmend durch Wald und offenere Abschnitte.

Schwierigkeit und meine persönliche Einschätzung
Ohne Schnee würde ich die Hirzli-Rundwanderung als mittelschwere Bergwanderung einschätzen.
Die Distanz ist mit rund 7 Kilometern überschaubar. Die ungefähr 660 Höhenmeter sorgen aber dafür, dass der Aufstieg trotzdem spürbar ist.
Bei meiner Wanderung waren die Schneefelder der entscheidende zusätzliche Faktor.
Sie machten einzelne Stellen rutschig und verlangten mehr Aufmerksamkeit als der Weg selbst normalerweise erfordern würde.
Gerade deshalb würde ich die Bedingungen vor einer Tour im Frühling gut prüfen.
Technisch empfand ich die Route ansonsten nicht als besonders schwierig. Eine gewisse Trittsicherheit und passende Schuhe würde ich trotzdem voraussetzen.
Wann würde ich die Wanderung machen?
Meine Wanderung Mitte Mai war landschaftlich schön, gleichzeitig lagen eben noch einzelne Schneereste.
Wenn ich die Tour nochmals machen würde, würde ich wahrscheinlich etwas später im Jahr gehen.
Ab Juni dürfte die Wahrscheinlichkeit deutlich kleiner sein, noch grössere Schneefelder auf dem Weg anzutreffen. Das hängt natürlich jedes Jahr von der Schneelage und vom Wetter ab.
Wer bewusst früh in der Saison unterwegs ist, sollte deshalb vorab die aktuellen Bedingungen prüfen.
Kosten
Zusätzlich zur Anreise mit dem ÖV fallen die Kosten für die Luftseilbahn Niederurnen–Morgenholz an.
Bei meiner Wanderung kostete die Hin- und Rückfahrt für Erwachsene CHF 20. GA und Halbtax waren damals nicht gültig.
Da sich Preise und Tarifbestimmungen ändern können, würde ich vor der Tour die aktuellen Angaben direkt beim Betreiber prüfen.
Mein Fazit
Die Hirzli-Rundwanderung hat mir vor allem wegen des Verhältnisses zwischen Aufwand und Aussicht gefallen.
Mit rund 7 Kilometern ist sie keine besonders lange Wanderung. Trotzdem erreicht man einen Aussichtspunkt, von dem aus man sowohl Richtung Walensee als auch über die Linthebene bis Richtung Zürichsee blickt.
Die Schneefelder machten meine Tour Mitte Mai etwas anspruchsvoller und rutschiger als erwartet.
Würde ich die Wanderung nochmals machen? Ja.
Ich würde beim nächsten Mal aber wahrscheinlich etwas später im Jahr gehen, damit die Wege schneefrei sind.
Für eine Halbtagestour mit ÖV-Anreise, Seilbahnfahrt und schöner Aussicht finde ich das Hirzli sehr attraktiv.
Meine Tipps
- Aktuelle Bedingungen prüfen. Gerade im Frühling können in höheren Lagen noch Schneefelder liegen.
- Wanderschuhe tragen. Gutes Profil war bei meiner Tour besonders auf dem Schnee hilfreich.
- Seilbahnfahrplan vorher kontrollieren. Die Betriebszeiten können eingeschränkt sein.
- Genug Zeit für die Aussicht einplanen. Das Panorama ist für mich der eigentliche Höhepunkt der Wanderung.
- Wanderstöcke können helfen. Gerade bei rutschigen Bedingungen oder beim Abstieg.
- Nicht nur auf die Distanz schauen. Die 660 Höhenmeter machen die kurze Runde trotzdem zu einer richtigen Wanderung.



