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  • Rheinschlucht: Wanderung von Ilanz nach Versam-Safien

    Rheinschlucht: Wanderung von Ilanz nach Versam-Safien

    Die Wanderung von Ilanz nach Versam-Safien führt auf rund 11,5 Kilometern durch die Rheinschlucht und folgt dabei über weite Strecken dem Vorderrhein.

    Eigentlich hatte ich für diesen Tag eine anspruchsvollere Wanderung geplant. Aufgrund des schlechten Wetters habe ich mich aber bewusst für diese einfachere Alternative entschieden. Im Nachhinein war das eine gute Wahl: Die Tour ist technisch unkompliziert, landschaftlich aber trotzdem sehr abwechslungsreich.

    Der erste Teil der Route ist noch vergleichsweise ruhig. Von Ilanz geht es über Castrisch entlang des Vorderrheins bis zur Station Valendas-Sagogn. Ab dort wird die Landschaft deutlich eindrücklicher und man taucht immer tiefer in die Rheinschlucht ein.

    Besonders gefallen hat mir der letzte Abschnitt vor Versam-Safien. Dort rücken die hellen Felswände immer näher zusammen und machen die Dimension der Schlucht besonders gut sichtbar.

    Kurzinfos zur Wanderung

    • Start: Bahnhof Ilanz
    • Ziel: Bahnhof Versam-Safien
    • Distanz: ca. 11,5 km
    • Dauer: ca. 3 h
    • Aufstieg: ca. 173 Höhenmeter
    • Abstieg: ca. 236 Höhenmeter
    • Schwierigkeit: leicht bis mittel
    • Kondition: leicht bis mittel
    • Ausrüstung: Trekkingschuhe oder Turnschuhe mit gutem Profil
    • Anreise: mit dem ÖV nach Ilanz, Rückreise direkt ab Versam-Safien
    Höhenprofil der Wanderung durch die Rheinschlucht

    Anreise mit dem ÖV

    Für diese Wanderung bietet sich der öffentliche Verkehr besonders gut an.

    Mit der Rhätischen Bahn geht es bis Ilanz, wo die Wanderung direkt startet. Am Ende der Tour erreicht man mit Versam-Safien wieder einen Bahnhof.

    Dadurch eignet sich die Strecke sehr gut als Punkt-zu-Punkt-Wanderung ohne Auto.

    Praktisch ist ausserdem, dass die Bahnlinie über weite Teile parallel zur Route verläuft. Wer die Wanderung verkürzen möchte, kann unterwegs beispielsweise in Castrisch oder Valendas-Sagogn wieder auf den Zug umsteigen.

    Start der Wanderung bei Ilanz

    Die Wanderung

    Von Ilanz nach Castrisch

    Vom Bahnhof Ilanz geht es zunächst aus dem Ort hinaus und relativ schnell näher an den Vorderrhein.

    Der erste Abschnitt ist angenehm zu gehen und verläuft weitgehend flach. Landschaftlich ist er noch eher zurückhaltend, aber genau das passte an diesem Tag gut. Wegen des unsicheren Wetters wollte ich bewusst keine technisch anspruchsvollere Tour machen.

    Wanderweg entlang dem Vorderrhein

    Der Weg folgt dem Fluss und führt weiter Richtung Castrisch.

    Von Castrisch nach Valendas-Sagogn

    Nach Castrisch bleibt man weiter in der Nähe des Vorderrheins.

    Die Landschaft wird langsam interessanter und die ersten markanteren Felsformationen tauchen auf.

    Blick auf den ersten Abschnitt der Rheinschlucht

    Der Weg bleibt weiterhin gut begehbar und technisch unkompliziert.

    Bis zur Station Valendas-Sagogn hat die Wanderung für mich noch eher den Charakter einer gemütlichen Flusswanderung.

    Valendas-Sagogn: Ab hier wird die Rheinschlucht eindrücklich

    Ab der Station Valendas-Sagogn verändert sich die Tour deutlich.

    Die Felswände werden markanter und die Landschaft enger. Ab hier hatte ich erstmals wirklich das Gefühl, mitten in der Rheinschlucht unterwegs zu sein.

    Bahnhof Valendas-Sagogn

    Kurz darauf wird die Landschaft nochmals eindrücklicher.

    Blick in die Rheinschlucht bei Valendas-Sagogn

    Für mich beginnt hier der schönste Teil der gesamten Wanderung.

    Durch die Rheinschlucht Richtung Versam-Safien

    Nach Valendas-Sagogn führt der Weg immer tiefer in die Rheinschlucht hinein.

    Der Vorderrhein bleibt dabei fast ständig in der Nähe. Gleichzeitig verläuft auch die Bahnlinie durch die Schlucht, was immer wieder interessante Perspektiven ergibt.

    Gerade die Kombination aus RhB-Zügen, Vorderrhein und den hellen Felswänden gefiel mir gut.

    Der Weg bleibt technisch gut machbar. Es gibt zwar einige kleinere Gegenanstiege, insgesamt ist das Höhenprofil aber sehr moderat.

    Mit zunehmender Strecke werden die Felsformationen immer grösser und dominanter.

    Imposante Felswände der Rheinschlucht

    Die Felswände vor Versam-Safien

    Kurz vor Versam-Safien wird die Landschaft für mich nochmals deutlich spektakulärer.

    Die hellen Felswände rücken näher zusammen und wirken hier besonders imposant. Dieser Abschnitt war für mich klar der landschaftliche Höhepunkt der Tour.

    Gerade weil der Anfang der Wanderung noch relativ unspektakulär ist, fand ich diesen Übergang besonders gelungen. Die Tour steigert sich landschaftlich immer weiter.

    Am Ende erreicht man direkt den Bahnhof Versam-Safien.

    Bahnhof Versam-Safien

    Schwierigkeit und meine persönliche Einschätzung

    Technisch empfand ich die Wanderung als einfach. Es gibt keine ausgesetzten Stellen und nur wenige Höhenmeter. Der Weg ist auf der gesamten Strecke gut begehbar.

    Für mich reichen bei trockenen Bedingungen Trekkingschuhe oder Turnschuhe mit gutem Profil völlig aus. Richtige Bergwanderschuhe braucht es für diese Tour nicht. Auch konditionell ist die Strecke mit rund 11,5 Kilometern und ungefähr drei Stunden gut machbar.

    Gerade deshalb eignet sich die Wanderung meiner Meinung nach gut als Alternative, wenn das Wetter für eine anspruchsvollere Bergtour nicht mitspielt.

    Kosten

    Für die Wanderung selbst entstehen keine zusätzlichen Kosten.

    Relevant sind lediglich die An- und Rückreise mit dem öffentlichen Verkehr.

    Da sowohl Ilanz als auch Versam-Safien direkt an der RhB-Linie liegen, ist die Tour mit dem ÖV besonders unkompliziert.

    Mein Fazit

    Die Wanderung von Ilanz nach Versam-Safien hat mir vor allem wegen ihrer Entwicklung gefallen.

    Die ersten Kilometer entlang des Vorderrheins sind noch ruhig und gemütlich. Ab Valendas-Sagogn wird die Landschaft aber deutlich eindrücklicher und die Rheinschlucht zeigt immer stärker ihren eigentlichen Charakter.

    Am besten gefallen hat mir der letzte Abschnitt vor Versam-Safien mit den hohen, hellen Felswänden.

    Mit rund 11,5 Kilometern, wenigen Höhenmetern und ungefähr drei Stunden Wanderzeit ist die Tour technisch und konditionell deutlich entspannter als viele klassische Bergwanderungen.

    Genau deshalb war sie für mich an diesem Tag eine gute Alternative zur ursprünglich geplanten anspruchsvolleren Tour.

    Würde ich die Wanderung nochmals machen? Ja.

    Für eine unkomplizierte Wanderung mit schöner Landschaft, guter ÖV-Anbindung und einem zunehmend eindrücklichen Verlauf finde ich die Strecke sehr empfehlenswert.

    Meine Tipps

    • Mit dem ÖV anreisen: Start und Ziel liegen direkt an der RhB-Linie.
    • Nicht vom ersten Abschnitt täuschen lassen: Die eindrücklichsten Teile der Rheinschlucht kommen erst nach Valendas-Sagogn.
    • Trekkingschuhe oder Turnschuhe mit gutem Profil reichen: Bei normalen Bedingungen braucht es keine schweren Bergwanderschuhe.
    • Zeit für Fotostopps einplanen: Besonders zwischen Valendas-Sagogn und Versam-Safien gibt es viele schöne Perspektiven.
    • Verbindungen ab Versam-Safien vorher prüfen: So vermeidest du längere Wartezeiten am Ende.
    • Tour bei Bedarf verkürzen: In Castrisch und Valendas-Sagogn gibt es Bahnhöfe.
    • Als Schlechtwetter-Alternative geeignet: Wenn das Wetter für eine anspruchsvollere Bergwanderung nicht passt, ist diese Tour eine gute Ausweichmöglichkeit.

    Weitere passende Wanderungen (H2)

  • Hoher Kasten – Saxer Lücke – Brülisau: Wanderung durch den Alpstein

    Hoher Kasten – Saxer Lücke – Brülisau: Wanderung durch den Alpstein

    Die Wanderung vom Hohen Kasten über das Berggasthaus Staubern und die Saxer Lücke zurück nach Brülisau verbindet einige der bekanntesten Landschaften des Alpsteins.

    Ich war am 11. August 2026 unterwegs. Besonders gefallen hat mir der Abschnitt rund um die Saxer Lücke. Die Aussicht auf die markante Felsformation war für mich klar das Highlight der Tour.

    Den langen Abstieg sollte man allerdings nicht unterschätzen. Insgesamt kommen auf der Wanderung rund 1’500 Höhenmeter bergab zusammen, was sich vor allem im letzten Teil deutlich bemerkbar macht.

    Wer die Tour etwas verkürzen möchte, kann alternativ erst bei Staubern starten. Dadurch entfallen ungefähr die ersten fünf Kilometer ab dem Hohen Kasten. Die Anreise ist allerdings aufwendiger, da die Bergbahn Staubern bei Frümsen im Rheintal startet, während die Wanderung in Brülisau endet.

    Kurzinfos zur Wanderung

    • Start: Hoher Kasten
    • Ziel: Brülisau, Kastenbahn
    • Distanz: ca. 16 km
    • Dauer: ca. 5 h 20 min
    • Aufstieg: ca. 640 Höhenmeter
    • Abstieg: ca. 1’500 Höhenmeter
    • Schwierigkeit: T2 / mittel
    • Kondition: mittel bis anspruchsvoll
    • Ausrüstung: Wanderschuhe mit gutem Profil, Wanderstöcke sinnvoll
    • Anreise: mit dem ÖV nach Brülisau, anschliessend mit der Luftseilbahn auf den Hohen Kasten
    hoehenprofil hoher kasten bruelisau

    Anreise mit dem ÖV

    Die Wanderung lässt sich sehr gut mit dem öffentlichen Verkehr absolvieren.

    Mit dem Zug geht es zunächst nach Weissbad. Von dort fährt das Postauto in wenigen Minuten bis zur Haltestelle Brülisau, Kastenbahn.

    Die eigentliche Wanderung startet oben auf dem Hohen Kasten. Von der Talstation bringt dich die Luftseilbahn direkt zum Ausgangspunkt.

    Ich fand diese Variante sehr angenehm, weil die Bergfahrt am gleichen Ort startet, an dem die Wanderung später wieder endet. Dadurch ist keine zusätzliche Rückfahrt zwischen Start- und Zielort notwendig.

    Rund um die Talstation gibt es auch Parkplätze, falls du mit dem Auto anreisen möchtest.

    Vor der Tour würde ich die aktuellen Fahr- und Betriebszeiten der Bahn nochmals prüfen.

    Blick auf den Hohen Kasten von der Talstation der Kastenbahn

    Die Wanderung

    Vom Hohen Kasten Richtung Staubern

    Nach der Fahrt mit der Luftseilbahn beginnt die Wanderung direkt auf dem Hohen Kasten.

    Bevor es richtig losgeht, lohnt sich etwas Zeit für die Aussicht. Von oben hat man einen weiten Blick über den Alpstein, das Appenzellerland und das Rheintal.

    Der Weg führt anschliessend zunächst hinunter zum Kastensattel und danach weiter in Richtung Staubern.

    Blick auf den Hohen Kasten vom Kastensattel

    Schon auf diesem Abschnitt bekommt man einen guten Eindruck vom Charakter der Tour. Der Weg verläuft immer wieder entlang der Bergflanke und bietet viel Aussicht.

    Zwischendurch gibt es immer wieder kleinere Gegenanstiege. Obwohl die Wanderung insgesamt deutlich mehr Abstieg als Aufstieg hat, kommen so trotzdem rund 640 Höhenmeter bergauf zusammen.

    Weiter Richtung Saxer Lücke

    Nach einem Zwischenstopp im Berggasthaus Staubern geht es weiter in Richtung Saxer Lücke.

    Die Landschaft wird zunehmend felsiger und die markanten Kreuzberge kommen immer näher.

    Für mich war das einer der schönsten Abschnitte der ganzen Wanderung. Der Weg bietet immer wieder neue Ausblicke und wirkt deutlich alpiner als der erste Teil ab dem Hohen Kasten.

    Kurz nach Staubern öffnet sich bereits der Blick hinunter zum Fälensee, der tief zwischen den Bergen liegt.

    Blick auf das Alpsteinmassiv mit dem Fälensee

    Danach führt der Weg weiter in Richtung Saxer Lücke. Je näher man kommt, desto eindrücklicher wird die Felslandschaft.

    Weg zur bekannten Saxer Lücke

    Saxer Lücke

    Die Saxer Lücke war für mich klar das Highlight der Wanderung.

    Die markante Felsformation ist zwar von Bildern bekannt, wirkt vor Ort aber nochmals deutlich eindrücklicher.

    Allerdings ist hier auch deutlich mehr los als auf vielen anderen Abschnitten der Tour. Viele kommen gezielt wegen der bekannten Aussicht und für Fotos hierher. Teilweise wirkt es fast wie bei einem kleinen Shooting: Es wird posiert, gewartet und immer wieder derselbe Blickwinkel fotografiert.

    Mich hat das nicht gross gestört, aber wer hier mit einem ruhigen, einsamen Bergmoment rechnet, dürfte überrascht sein.

    Blick auf die Saxer Lücke

    Abstieg zum Fälensee

    Nach der Saxer Lücke beginnt der längere Abstieg Richtung Fälensee.

    Dabei verliert man relativ schnell an Höhe und der Charakter der Wanderung verändert sich deutlich. Die offenen Bergwege gehen zunehmend in eine engere, von steilen Felswänden eingerahmte Landschaft über.

    Unten angekommen liegt der Fälensee eindrücklich zwischen den umliegenden Bergen.

    Direkt beim See befindet sich das Berggasthaus Bollenwees. Für mich ist das ein idealer Ort für eine kleine Stärkung, bevor der längere Rückweg nach Brülisau beginnt.

    Blick auf den Fälensee

    Vom Fälensee über den Sämtisersee nach Brülisau

    Nach dem Fälensee führt der Weg weiter Richtung Sämtisersee und Plattenbödeli.

    Bei meiner Wanderung im August 2026 bot sich dort allerdings ein ungewöhnliches Bild: Aufgrund der extremen Trockenheit war vom Sämtisersee praktisch nichts zu sehen. Anstelle eines Sees lag dort lediglich eine grosse Wiesenfläche.

    Das war zwar nicht unbedingt das Landschaftsbild, das ich erwartet hatte, machte den Abschnitt aber gerade deshalb speziell.

    Weiter geht es Richtung Plattenbödeli.

    Ab dem Plattenbödeli folgt für mich der anstrengendste Teil der gesamten Tour. Der Weg führt durch das Brüeltobel sehr steil hinunter nach Brülisau.

    Technisch empfand ich den Abschnitt nicht als aussergewöhnlich schwierig, aber nach bereits vielen Kilometern und zahlreichen Höhenmetern merkt man die Beine hier deutlich.

    Gerade in diesem Abschnitt wäre ich froh gewesen, Wanderstöcke dabei zu haben. Beim steilen Abstieg hätten sie die Beine und Knie spürbar entlastet.

    Am Ende erreicht man wieder Brülisau und damit die Talstation der Kastenbahn.

    Blick auf die Kastenbahn mit dem Hohen Kasten im Hintergrund

    Schwierigkeit und meine persönliche Einschätzung

    Technisch empfand ich die Wanderung insgesamt als gut machbare Bergwanderung.

    Eine gewisse Trittsicherheit und gute Wanderschuhe würde ich trotzdem voraussetzen.

    Der entscheidende Faktor war für mich allerdings weniger die technische Schwierigkeit als vielmehr die Länge und vor allem der viele Abstieg.

    Mit rund 1’500 Höhenmetern bergab ist die Belastung für die Beine deutlich grösser, als es die reine Distanz zunächst vermuten lässt.

    Gerade wer lange Abstiege nicht gewohnt ist oder empfindliche Knie hat, sollte das bei der Planung berücksichtigen.

    Wanderstöcke können hier durchaus hilfreich sein.

    Kosten

    Die wichtigsten zusätzlichen Kosten entstehen durch die Luftseilbahn von Brülisau auf den Hohen Kasten.

    Da sich Preise und Tarifbestimmungen ändern können, würde ich die aktuellen Tarife vor der Tour direkt beim Betreiber prüfen.

    Hinzu kommen je nach Ausgangsort die Kosten für die Anreise mit dem öffentlichen Verkehr.

    Mein Fazit

    Die Wanderung vom Hohen Kasten über Staubern und die Saxer Lücke zurück nach Brülisau hat mir vor allem wegen der abwechslungsreichen Landschaft gefallen.

    Zu Beginn dominieren die weiten Aussichten vom Hohen Kasten und entlang der Bergflanke.

    Später wird die Umgebung deutlich felsiger, bevor man mit der Saxer Lücke den für mich schönsten Abschnitt der Tour erreicht.

    Auch der Fälensee passt sehr gut in die Route und sorgt nochmals für einen anderen Landschaftstyp.

    Den langen Abstieg zurück nach Brülisau sollte man allerdings nicht unterschätzen.

    Würde ich die Wanderung nochmals machen? Ja.

    Für eine längere Tagestour im Alpstein mit viel Aussicht und unterschiedlichen Landschaften finde ich sie sehr attraktiv.

    Meine Tipps

    • Früh starten: Mit Pausen und Fotostopps dauert die Tour schnell deutlich länger als fünf Stunden.
    • Wetter prüfen: Ein grosser Teil der Wanderung lebt von der Aussicht.
    • Gute Wanderschuhe tragen: Gerade beim langen Abstieg ist ein gutes Profil wichtig.
    • Bei der Saxer Lücke mit vielen Leuten rechnen: Besonders bei gutem Wetter ist der bekannte Aussichtspunkt stark besucht.
    • Pause beim Berggasthaus Bollenwees einplanen: Für mich eignet sich der Ort sehr gut für eine kleine Stärkung.
    • Abstieg durch das Brüeltobel nicht unterschätzen: Der letzte Teil ist sehr steil und kommt erst spät in der Tour.
    • Wanderstöcke mitnehmen: Rückblickend hätte ich sie vor allem für den letzten Abstieg gerne dabeigehabt.
    • Betriebszeiten der Kastenbahn prüfen: Gerade bei späterem Start sollte man das vor der Tour kontrollieren.
    • Wer die Tour verkürzen möchte: Ein Start bei Staubern spart einige Kilometer, macht die Anreise allerdings etwas aufwendiger.

    Weitere passende Wanderungen

  • Schäfler & Äscher: Wanderung über Ebenalp und Seealpsee

    Schäfler & Äscher: Wanderung über Ebenalp und Seealpsee

    Die Wanderung zum Schäfler verbindet einige der bekanntesten Orte im Alpstein: Ebenalp, Schäfler, Äscher und Seealpsee.

    Ich bin mit der Luftseilbahn auf die Ebenalp gefahren und von dort Richtung Schäfler gestartet. Ursprünglich wollte ich über die Altenalp weiter absteigen, habe die Route unterwegs aber geändert, weil mir dieser Abschnitt zu steil und ausgesetzt erschien.

    Gerade diese Entscheidung gehört für mich zu einem realistischen Wanderbericht dazu: Eine Route muss nicht um jeden Preis wie ursprünglich geplant fertiggelaufen werden.

    Kurzinfos zur Wanderung

    • Start: Bergstation Ebenalp
    • Ziel: Wasserauen
    • Distanz: ca. 10 km
    • Dauer: ca. 3 h 20 min
    • Aufstieg: ca. 380 Höhenmeter
    • Abstieg: ca. 1’100 Höhenmeter
    • Schwierigkeit: Bergwanderung
    • Kondition: mittel
    • Ausrüstung: Wanderschuhe mit gutem Profil
    • Anreise: mit dem ÖV nach Wasserauen, anschliessend mit der Luftseilbahn auf die Ebenalp
    Hoehenprofil Schaefler 1024x154

    Anreise mit dem ÖV

    Die Wanderung beginnt praktisch direkt an der Bergstation der Luftseilbahn Wasserauen–Ebenalp.

    Mit dem Zug gelangt man bis nach Wasserauen. Von dort sind es nur wenige Schritte bis zur Talstation der Luftseilbahn.

    Ich fand diese Variante angenehm, weil man sich einen grossen Teil des Aufstiegs spart und direkt oben in die eigentliche Wanderung starten kann.

    Die aktuellen Fahrpläne der Bahn und der Luftseilbahn würde ich vor der Tour nochmals prüfen, insbesondere ausserhalb der Hauptsaison.

    Die Wanderung

    Von der Ebenalp zum Schäfler

    Von der Bergstation Ebenalp führt der Weg zunächst über die offene Berglandschaft Richtung Schäfler.

    Der Weg steigt kontinuierlich an, ist auf diesem Abschnitt aber grundsätzlich gut begehbar. Schon während des Aufstiegs öffnen sich immer wieder weite Blicke über den Alpstein.

    Je näher man dem Schäfler kommt, desto markanter wird die Landschaft.

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    Am Schäfler

    Oben angekommen, erreicht man das Berggasthaus Schäfler.

    Allein die Lage des Hauses ist eindrücklich. Für mich war aber vor allem die Aussicht der eigentliche Grund, hierher zu wandern.

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    Vom Schäfler aus hat man einen weiten Blick über die markanten Bergketten des Alpsteins.

    Gerade bei guter Sicht lohnt es sich, hier etwas länger zu bleiben und nicht sofort weiterzulaufen.

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    Warum ich meine Route geändert habe

    Ursprünglich hatte ich geplant, vom Schäfler über die Altenalp weiterzugehen.

    Als ich den weiteren Weg und das Gelände vor Ort sah, entschied ich mich jedoch dagegen. Der Abschnitt wirkte auf mich zu steil und ausgesetzt, sodass ich mich auf dieser Variante nicht wohlgefühlt hätte.

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    Ich entschied mich deshalb, wieder Richtung Ebenalp zurückzugehen und die Tour anschliessend über Äscher und Seealpsee fortzusetzen.

    Für mich war das die richtige Entscheidung.

    Gerade in den Bergen finde ich es wichtig, nicht nur deshalb an einer Route festzuhalten, weil man sie vorher so geplant hat. Wenn sich ein Weg vor Ort unangenehm oder zu anspruchsvoll anfühlt, sollte man die Tour entsprechend anpassen.

    Weiter Richtung Äscher

    Zurück im Bereich der Ebenalp ging es weiter Richtung Äscher.

    Die Landschaft verändert sich hier nochmals deutlich. Statt der offenen Aussicht rund um den Schäfler dominieren zunehmend die steilen Felswände.

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    Äscher-Wildkirchli

    Das Berggasthaus Äscher liegt direkt unter einer mächtigen Felswand und gehört wahrscheinlich zu den bekanntesten Motiven im Alpstein.

    Auch wenn der Ort entsprechend viele Besucher anzieht, fand ich die Lage eindrücklich.

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    Vom Äscher zum Seealpsee

    Vom Äscher führte meine Route weiter hinunter Richtung Seealpsee.

    Dabei verliert man deutlich an Höhe. Der Abstieg sollte trotz der kurzen Distanz auf der Karte nicht unterschätzt werden.

    Je nach Wetter können einzelne Stellen feucht oder rutschig sein. Gerade bei längeren Abstiegen merkt man ausserdem schnell, wie stark die Beine bereits belastet wurden.

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    Kurz vor dem Seealpsee folgt nochmals ein kurzer Gegenanstieg. Dieser ist nicht besonders lang, kommt nach dem längeren Abstieg aber etwas unerwartet und ist in den Beinen durchaus spürbar.

    Unten angekommen bildet der Seealpsee einen starken Kontrast zu den felsigen Abschnitten rund um Schäfler und Äscher.

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    Vom Seealpsee nach Wasserauen

    Vom Seealpsee führt der letzte Abschnitt weiter hinunter nach Wasserauen.

    Technisch ist dieser Teil deutlich weniger spektakulär als die vorherigen Abschnitte. Nach den bereits zurückgelegten Höhenmetern kann sich der lange Abstieg aber trotzdem ziehen.

    Gerade der gesamte Höhenverlust war für mich am Ende konditionell spürbarer, als es der vergleichsweise kurze Aufstieg zum Schäfler zunächst vermuten liess.

    Am Ende erreicht man wieder Wasserauen und damit den Bahnhof sowie die Talstation der Luftseilbahn.

    Schwierigkeit und meine persönliche Einschätzung

    Die von mir schlussendlich gelaufene Route empfand ich technisch grundsätzlich als gut machbar.

    Unterschätzen würde ich allerdings den langen Abstieg.

    Durch die Luftseilbahn spart man zu Beginn viele Höhenmeter im Aufstieg. Diese Höhe muss man auf dem Weg über Äscher und Seealpsee nach Wasserauen jedoch wieder verlieren.

    Insgesamt kommen dadurch ungefähr 1’100 Höhenmeter Abstieg zusammen.

    Wer empfindliche Knie hat oder längere Abstiege nicht gewohnt ist, sollte das bei der Planung berücksichtigen.

    Der ursprünglich geplante Abschnitt über die Altenalp war für mich persönlich zu steil und ausgesetzt. Das bedeutet nicht, dass der Weg generell nicht machbar ist. Ich habe mich dort schlicht nicht wohlgefühlt und deshalb meine Route geändert.

    Genau so würde ich es wieder machen.

    Kosten

    Die wichtigsten zusätzlichen Kosten entstehen durch die Luftseilbahn Wasserauen–Ebenalp. Vor der Tour lohnt sich ein kurzer Blick auf die offizielle Website der Ebenalpbahn.

    Hinzu kommen je nach Ausgangsort die Kosten für die An- und Rückreise mit dem öffentlichen Verkehr.

    Mein Fazit

    Die Wanderung über Schäfler, Äscher und Seealpsee bietet auf einer einzigen Tour sehr unterschiedliche Eindrücke.

    Am besten gefallen hat mir die Aussicht rund um den Schäfler. Die markanten Bergketten des Alpsteins sind aus dieser Perspektive besonders eindrücklich.

    Der Äscher ist deutlich touristischer, gehört aufgrund seiner speziellen Lage unter der Felswand für mich aber trotzdem zur Route dazu.

    Auch der Seealpsee passt gut als letzter landschaftlicher Höhepunkt vor dem Abstieg nach Wasserauen.

    Den langen Abstieg sollte man allerdings nicht unterschätzen.

    Meine Entscheidung, den ursprünglich geplanten Weg über die Altenalp nicht weiterzugehen, würde ich jederzeit wieder genauso treffen. Gerade beim Wandern finde ich es wichtiger, sich auf einer Route sicher und wohlzufühlen, als einen vorher festgelegten Plan um jeden Preis durchzuziehen.

    Meine Tipps

    • Früh starten. Ebenalp, Äscher und Seealpsee können an schönen Tagen sehr gut besucht sein.
    • Wetter prüfen. Die Bedingungen im Alpstein können sich schnell verändern.
    • Gute Wanderschuhe tragen. Besonders für den langen Abstieg ist ein gutes Profil hilfreich.
    • Den Abstieg nicht unterschätzen. Trotz Seilbahnfahrt kommen viele Höhenmeter bergab zusammen.
    • Route bei Bedarf anpassen. Wenn sich ein Abschnitt vor Ort nicht gut anfühlt, lieber eine Alternative wählen.
    • Aktuelle Fahrzeiten prüfen. Das gilt sowohl für den Zug als auch für die Ebenalpbahn.
    • Genügend Zeit am Schäfler einplanen. Für mich war dort die Aussicht das eigentliche Highlight der Wanderung.

    Weitere passende Wanderungen

  • Hirzli-Rundwanderung: Aussicht vom Walensee bis zum Zürichsee

    Hirzli-Rundwanderung: Aussicht vom Walensee bis zum Zürichsee

    Die Rundwanderung auf das Hirzli startet bei Morgenholz oberhalb von Niederurnen und bietet für eine vergleichsweise kurze Tour überraschend viel Aussicht.

    Ich war am 13. Mai 2026 unterwegs. Das Wetter war wechselhaft, und in höheren Lagen lagen noch einzelne Schneefelder. Gerade diese machten einige Abschnitte rutschiger als erwartet.

    Mit rund 7 Kilometern ist die Tour nicht besonders lang, die ungefähr 660 Höhenmeter im Auf- und Abstieg sorgen aber trotzdem dafür, dass sie nicht ganz ohne Anstrengung bleibt.

    Kurzinfos zur Wanderung

    • Start: Bergstation Morgenholz
    • Ziel: Bergstation Morgenholz
    • Distanz: ca. 7 km
    • Dauer: ca. 3–3,5 Stunden
    • Aufstieg: ca. 660 Höhenmeter
    • Abstieg: ca. 660 Höhenmeter
    • Schwierigkeit: mittel / T2
    • Kondition: mittel
    • Ausrüstung: Wanderschuhe mit gutem Profil
    • Anreise: mit dem ÖV bis Niederurnen, Ochsenplatz, anschliessend zu Fuss zur Luftseilbahn Niederurnen–Morgenholz
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    Anreise mit dem ÖV

    Ich bin mit dem öffentlichen Verkehr bis Niederurnen, Ochsenplatz gefahren.

    Von dort sind es ungefähr zehn Minuten zu Fuss durch das Dorf bis zur Talstation der Luftseilbahn Niederurnen–Morgenholz.

    Die kleine Seilbahn bringt dich direkt nach Morgenholz und damit zum eigentlichen Ausgangspunkt der Wanderung.

    Vor der Wanderung würde ich die aktuellen Betriebszeiten unbedingt nochmals prüfen. Die Bahn verkehrt nicht durchgehend nach einem klassischen Stadt-ÖV-Fahrplan und kann beispielsweise eine Mittagspause haben.

    Die Wanderung

    Von Morgenholz Richtung Hirzli

    Nach der Bergfahrt startet die Wanderung bei Morgenholz zunächst relativ gemütlich.

    Der Weg führt durch eine abwechslungsreiche Landschaft aus Waldstücken, offenen Wiesen und zunehmend weiter werdenden Ausblicken.

    Mit zunehmender Höhe wird der Weg steiler. Die rund 660 Höhenmeter sind zwar auf eine relativ kurze Strecke verteilt, setzen aber trotzdem eine gewisse Grundkondition voraus.

    Je höher ich kam, desto stärker veränderte sich die Landschaft.

    Aus den eher gemütlichen Wegen wurden schmalere Bergwanderwege, und der Anstieg war zunehmend spürbar.

    Schneefelder Mitte Mai

    Bei meiner Wanderung am 13. Mai lagen in höheren Lagen noch einzelne Schneefelder.

    Dadurch wurden einige Stellen deutlich rutschiger, als ich es bei einer ansonsten eher moderaten T2-Wanderung erwartet hätte.

    Gerade hier war ich froh um Wanderschuhe mit gutem Profil.

    Aussicht vom Grat

    Sobald man höher kommt und den Grat erreicht, öffnet sich die Aussicht deutlich.

    Gerade die Lage des Hirzli macht die Tour für mich interessant: Auf der einen Seite blickt man Richtung Walensee, auf der anderen über die Linthebene bis Richtung Zürichsee.

    Dadurch wirkt die Landschaft von oben erstaunlich weitläufig.

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    Auf dem Hirzli

    Oben angekommen lohnt es sich, etwas Zeit für die Aussicht einzuplanen.

    Für eine Tour mit vergleichsweise kurzer Distanz bekommt man hier sehr viel Panorama.

    Gerade bei wechselhaftem Wetter verändert sich die Stimmung schnell: Während meiner Wanderung wechselten sich Wolken und sonnigere Abschnitte immer wieder ab.

    Der Abstieg zurück nach Morgenholz

    Vom Hirzli führt der Rundweg wieder zurück Richtung Morgenholz.

    Ich finde Rundwanderungen grundsätzlich angenehmer als reine Hin-und-zurück-Routen, weil man auf dem Rückweg nochmals andere Landschaften sieht.

    Bei meiner Tour war auf dem Abstieg allerdings nochmals Konzentration gefragt. Durch die Schneereste waren einige Stellen rutschig.

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    Im weiteren Verlauf wird der Weg wieder angenehmer und führt zunehmend durch Wald und offenere Abschnitte.

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    Schwierigkeit und meine persönliche Einschätzung

    Ohne Schnee würde ich die Hirzli-Rundwanderung als mittelschwere Bergwanderung einschätzen.

    Die Distanz ist mit rund 7 Kilometern überschaubar. Die ungefähr 660 Höhenmeter sorgen aber dafür, dass der Aufstieg trotzdem spürbar ist.

    Bei meiner Wanderung waren die Schneefelder der entscheidende zusätzliche Faktor.

    Sie machten einzelne Stellen rutschig und verlangten mehr Aufmerksamkeit als der Weg selbst normalerweise erfordern würde.

    Gerade deshalb würde ich die Bedingungen vor einer Tour im Frühling gut prüfen.

    Technisch empfand ich die Route ansonsten nicht als besonders schwierig. Eine gewisse Trittsicherheit und passende Schuhe würde ich trotzdem voraussetzen.

    Wann würde ich die Wanderung machen?

    Meine Wanderung Mitte Mai war landschaftlich schön, gleichzeitig lagen eben noch einzelne Schneereste.

    Wenn ich die Tour nochmals machen würde, würde ich wahrscheinlich etwas später im Jahr gehen.

    Ab Juni dürfte die Wahrscheinlichkeit deutlich kleiner sein, noch grössere Schneefelder auf dem Weg anzutreffen. Das hängt natürlich jedes Jahr von der Schneelage und vom Wetter ab.

    Wer bewusst früh in der Saison unterwegs ist, sollte deshalb vorab die aktuellen Bedingungen prüfen.

    Kosten

    Zusätzlich zur Anreise mit dem ÖV fallen die Kosten für die Luftseilbahn Niederurnen–Morgenholz an.

    Bei meiner Wanderung kostete die Hin- und Rückfahrt für Erwachsene CHF 20. GA und Halbtax waren damals nicht gültig.

    Da sich Preise und Tarifbestimmungen ändern können, würde ich vor der Tour die aktuellen Angaben direkt beim Betreiber prüfen.

    Mein Fazit

    Die Hirzli-Rundwanderung hat mir vor allem wegen des Verhältnisses zwischen Aufwand und Aussicht gefallen.

    Mit rund 7 Kilometern ist sie keine besonders lange Wanderung. Trotzdem erreicht man einen Aussichtspunkt, von dem aus man sowohl Richtung Walensee als auch über die Linthebene bis Richtung Zürichsee blickt.

    Die Schneefelder machten meine Tour Mitte Mai etwas anspruchsvoller und rutschiger als erwartet.

    Würde ich die Wanderung nochmals machen? Ja.

    Ich würde beim nächsten Mal aber wahrscheinlich etwas später im Jahr gehen, damit die Wege schneefrei sind.

    Für eine Halbtagestour mit ÖV-Anreise, Seilbahnfahrt und schöner Aussicht finde ich das Hirzli sehr attraktiv.

    Meine Tipps

    • Aktuelle Bedingungen prüfen. Gerade im Frühling können in höheren Lagen noch Schneefelder liegen.
    • Wanderschuhe tragen. Gutes Profil war bei meiner Tour besonders auf dem Schnee hilfreich.
    • Seilbahnfahrplan vorher kontrollieren. Die Betriebszeiten können eingeschränkt sein.
    • Genug Zeit für die Aussicht einplanen. Das Panorama ist für mich der eigentliche Höhepunkt der Wanderung.
    • Wanderstöcke können helfen. Gerade bei rutschigen Bedingungen oder beim Abstieg.
    • Nicht nur auf die Distanz schauen. Die 660 Höhenmeter machen die kurze Runde trotzdem zu einer richtigen Wanderung.

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  • Kreuzlingen–Steckborn: Wanderung am Untersee über den Arenenberg

    Kreuzlingen–Steckborn: Wanderung am Untersee über den Arenenberg

    Die Wanderung von Kreuzlingen nach Steckborn ist die erste Etappe der ViaRhenana und folgt über 19 Kilometer dem Seerhein und Untersee.

    Die Strecke ist technisch einfach, durch ihre Länge aber trotzdem eine richtige Tageswanderung. Besonders abwechslungsreich fand ich den Wechsel zwischen Feldern im Tägermoos, dem Wasser rund um Gottlieben, dem etwas hügeligeren Abschnitt bei Triboltingen und Ermatingen sowie dem Arenenberg oberhalb des Untersees.

    Ab Mannenbach-Salenstein führt die Route schliesslich wieder näher am See entlang über Berlingen bis nach Steckborn.

    Kurzinfos zur Wanderung

    • Start: Bahnhof Kreuzlingen
    • Ziel: Bahnhof Steckborn
    • Distanz: ca. 19 km
    • Dauer: ca. 4 h 45 min
    • Aufstieg: ca. 330 Höhenmeter
    • Abstieg: ca. 330 Höhenmeter
    • Schwierigkeit: leicht
    • Kondition: mittel
    • Ausrüstung: bequeme Schuhe mit gutem Profil
    • Anreise: direkt mit dem ÖV zum Bahnhof Kreuzlingen, Rückreise ab Bahnhof Steckborn
    höhenprofil kreuzlingen steckborn

    Anreise mit dem ÖV

    Die Wanderung beginnt beim Bahnhof Kreuzlingen.

    Damit lässt sich die Route sehr unkompliziert mit dem öffentlichen Verkehr erreichen. Auch am Ziel in Steckborn gibt es einen Bahnhof, sodass kein Rundweg und kein Auto notwendig sind.

    Kreuzlingen Bahnhof 1024x768

    Ein weiterer Vorteil dieser Tour ist die Bahnlinie entlang des Untersees. Auch unterwegs gibt es verschiedene Möglichkeiten, die Wanderung bei Bedarf früher zu beenden.

    Die Wanderung

    Von Kreuzlingen durch das Tägermoos zum Seerhein

    Vom Bahnhof Kreuzlingen führt die Route zunächst aus der Stadt hinaus ins Tägermoos.

    Schon nach relativ kurzer Zeit verändert sich die Umgebung deutlich. Statt dichter Bebauung dominieren Felder, landwirtschaftlich genutzte Flächen und kleinere Wege.

    Gerade je nach Jahreszeit kann dieser Abschnitt sehr unterschiedlich aussehen.

    Nach dem Tägermoos erreicht die Route den Seerhein.

    Dieser verbindet den Obersee des Bodensees mit dem Untersee. Ab hier rückt das Wasser erstmals stärker in den Mittelpunkt der Wanderung.

    Am Seerhein weiter nach Gottlieben

    Dem Wasser folgend geht es weiter Richtung Gottlieben.

    Der Weg bleibt in diesem Abschnitt weitgehend flach und führt an kleineren Ufer- und Hafenbereichen vorbei.

    Gottlieben selbst liegt direkt am Seerhein und fällt vor allem durch seine historischen Häuser und die kompakte Lage am Wasser auf.

    Von Gottlieben nach Triboltingen

    Nach Gottlieben folgt die Route weiter westwärts Richtung Triboltingen.

    Der Charakter bleibt zunächst noch relativ entspannt und flach. Kurz nach beziehungsweise bei Triboltingen ändert sich das jedoch.

    Hier verlässt die Route den unmittelbaren Uferbereich und beginnt anzusteigen.

    Anstieg bei Triboltingen und weiter Richtung Ermatingen

    Bei Triboltingen folgt einer der deutlicheren Anstiege der Wanderung.

    Die Route führt auf eine kleinere Anhöhe oberhalb des Untersees. Technisch ist der Weg nicht schwierig, nach den zuvor sehr flachen Kilometern merkt man den Höhenunterschied aber deutlich stärker.

    Oben angekommen geht es, nach etwas mehr als einem Kilometer, wieder hinunter Richtung Ermatingen.

    Ermatingen und weiter zum Arenenberg

    Die Route führt nicht mitten durch Ermatingen, sondern verläuft eher am Dorfrand.

    Von dort geht es wieder leicht erhöht weiter Richtung Arenenberg.

    Gerade dieser Teil gefällt mir an der Route, weil man nicht einfach konsequent der Uferlinie folgt. Die kurzen Anstiege sorgen immer wieder für neue Perspektiven auf den Untersee.

    Aussicht Ermatingen 1024x768

    Arenenberg und Napoleonmuseum

    Mit dem Arenenberg erreicht man einen der bekanntesten Orte entlang der ersten ViaRhenana-Etappe.

    Das Schloss liegt erhöht über dem Untersee und ist eng mit der Familie Napoleons III. verbunden. Heute befindet sich hier das Napoleonmuseum Thurgau.

    Napoleonmuseum 1024x768

    Auch wenn man das Museum nicht besuchen möchte, lohnt sich der Arenenberg meiner Meinung nach bereits wegen seiner Lage über dem See.

    Wegweiser Arenenberg 1024x768

    Vom Arenenberg entlang des Untersees nach Steckborn

    Vom Arenenberg führt die Route hinunter Richtung Mannenbach-Salenstein.

    Ab hier kommt man wieder deutlich näher an den Untersee und folgt ihm westwärts.

    Über Mannenbach-Salenstein führt die Wanderung weiter nach Berlingen.

    Nach dem etwas hügeligeren Mittelteil rund um Triboltingen, Ermatingen und Arenenberg empfand ich diesen Abschnitt wieder als gleichmässiger.

    Unterwegs ergeben sich immer wieder freie Blicke auf den Untersee und die gegenüberliegende deutsche Seite. Gerade auf den letzten Kilometern gefiel mir, dass die Wanderung wieder näher ans Wasser zurückkehrt.

    Berlingen 1024x768

    Von Berlingen führt die Route schliesslich weiter nach Steckborn. Nach 19 Kilometern machte sich die Länge der Wanderung bei mir durchaus bemerkbar, obwohl die Wege technisch bis zum Schluss einfach bleiben.

    Am Ziel kann man direkt wieder mit dem Zug weiter- beziehungsweise zurückfahren.

    Feldbachpark 768x1024

    Schwierigkeit und meine persönliche Einschätzung

    Technisch ist die Wanderung von Kreuzlingen nach Steckborn leicht. Der entscheidendere Faktor ist für mich die Kondition.

    19 Kilometer sind deutlich mehr, als man bei einer gemütlichen Wanderung am Bodensee vielleicht zunächst erwartet. Rund um Triboltingen, Ermatingen und Arenenberg kommen zudem einige Höhenmeter zusammen.

    Bei trockenen Bedingungen reichen bequeme Schuhe mit gutem Profil. Richtige Wanderschuhe halte ich für diese Route nicht für notwendig.

    Die Länge würde ich trotzdem nicht unterschätzen. Gerade die letzten Kilometer entlang des Untersees können sich nach einem bereits längeren Wandertag bemerkbar machen.

    Die Wanderung unterwegs verkürzen

    Einen grossen Vorteil sehe ich in der guten ÖV-Erschliessung entlang des Untersees.

    Die Bahnlinie folgt der Region ebenfalls Richtung Steckborn. Dadurch gibt es unterwegs verschiedene Möglichkeiten, die Wanderung früher zu beenden.

    Das macht die Route flexibel: Wenn das Wetter schlechter wird oder die 19 Kilometer doch zu lang werden, muss man nicht zwingend bis Steckborn weiterlaufen.

    Die S1 der Thurbo verkehrt grundsätzlich im Halbstundentakt.

    Mein Fazit

    Die Wanderung von Kreuzlingen nach Steckborn ist keine spektakuläre Bergtour – und genau darin liegt für mich ihr Reiz.

    Die 19 Kilometer bieten überraschend viel Abwechslung: das landwirtschaftlich geprägte Tägermoos, der Seerhein, Gottlieben, der Anstieg bei Triboltingen, die erhöhte Lage rund um Ermatingen und Arenenberg und schliesslich der lange Abschnitt entlang des Untersees über Mannenbach-Salenstein und Berlingen nach Steckborn.

    Besonders gut gefallen hat mir die Kombination aus Wasser, Landschaft und etwas Geschichte.

    Der Arenenberg bildet dabei für mich den interessantesten Zwischenstopp.

    Die Wanderung ist technisch einfach, durch die Distanz aber trotzdem nicht nur ein längerer Spaziergang. Für einen ganzen Wandertag mit guter ÖV-Anbindung finde ich sie sehr passend.

    Meine Tipps

    • Mit rund 19 Kilometern rechnen. Die offizielle Route ist länger als eine kurze Seeuferwanderung.
    • Genug Zeit einplanen. Für die 19 Kilometer solltest du ungefähr 4 Stunden 45 Minuten reine Wanderzeit einrechnen.
    • Bequeme Schuhe tragen. Bei trockenen Bedingungen sind keine Wanderschuhe nötig.
    • Arenenberg einplanen. Für mich ist er der interessanteste Zwischenstopp der Route.
    • ÖV als Backup nutzen. Dank der Bahnlinie lässt sich die Wanderung bei Bedarf verkürzen.
    • Sonnenschutz mitnehmen. Teile der Route führen offen durch Felder und entlang des Untersees.
    • Aktuelle Öffnungszeiten prüfen, wenn du das Napoleonmuseum besuchen möchtest.

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  • Laghétt di Salèi & Pass dal Bösan: Wanderung im Vergeletto-Tal

    Laghétt di Salèi & Pass dal Bösan: Wanderung im Vergeletto-Tal

    Das Vergeletto-Tal im Onsernonetal gehört zu den ruhigeren Wanderregionen im Tessin. Meine Tour begann hoch über dem Tal bei der Alpe Salèi, die ich mit der kleinen Luftseilbahn von Vergeletto aus erreichte.

    Von dort führte die Wanderung zunächst zum Laghétt di Salèi, anschliessend hinauf zum Pass dal Bösan und über die abgelegene Berglandschaft weiter zur Capanna Alpe Arena. Danach folgte der mit Abstand längste Teil der Tour: der Abstieg zurück ins Vergeletto-Tal.

    Die Luftseilbahn nimmt einem zwar einen grossen Teil des Aufstiegs ab. Mit fast 1’200 Höhenmetern Abstieg bleibt die Wanderung trotzdem alles andere als gemütlich.

    Kurzinfos zur Wanderung

    • Start: Bergstation Funivia Zott–Alpe Salèi
    • Ziel: Vergeletto-Tal
    • Distanz: ca. 11,5 km
    • Dauer: ca. 3 h 50 min
    • Aufstieg: ca. 390 Höhenmeter
    • Abstieg: ca. 1’190 Höhenmeter
    • Schwierigkeit: Bergwanderung / ungefähr T3
    • Kondition: mittel bis anspruchsvoll
    • Ausrüstung: Wanderschuhe mit gutem Profil, Wanderstöcke optional
    • Anreise: bevorzugt mit dem Auto; ÖV vor allem sinnvoll, wenn du bereits aus dem Tessin anreist und die wenigen Verbindungen gut passen
    höhenprofil vergeletto

    Anreise ins Vergeletto-Tal

    Die Anreise ins Vergeletto-Tal ist mit dem öffentlichen Verkehr möglich, erfordert aber etwas mehr Planung als bei vielen Wanderungen in dichter besiedelten Regionen.

    Mit dem Postauto geht es ins Onsernonetal und weiter Richtung Vergeletto. Gerade hier würde ich die Verbindungen für Hin- und Rückfahrt schon vor der Wanderung kontrollieren, da die Busse nicht in kurzen Abständen verkehren.

    Mein eigentlicher Wanderstart lag bei der Bergstation der Funivia Alpe Salèi.

    Mit der Funivia Salei hinauf zum Ausgangspunkt

    Von Zott bei Vergeletto führt eine kleine Luftseilbahn hinauf zur Alpe Salèi.

    Dadurch startet die Wanderung bereits auf rund 1’770 Metern Höhe. Das erklärt auch das ungewöhnliche Höhenprofil: Trotz einer Wanderung auf über 2’000 Meter kommen nur rund 390 Höhenmeter Aufstieg zusammen, dafür später fast 1’200 Höhenmeter bergab.

    Funiva Salei 768x1024

    Die Seilbahn ist für diese Route deshalb nicht einfach eine bequeme Abkürzung, sondern ein zentraler Bestandteil der Tour.

    Vor der Anreise würde ich die aktuellen Betriebszeiten unbedingt kontrollieren.

    Die Wanderung

    Von der Bergstation zur Capanna Salei

    Nach der Fahrt mit der Luftseilbahn startet die Wanderung auf der Alpe Salèi.

    Nur wenige Gehminuten entfernt liegt die Capanna Salei auf rund 1’777 Metern. Die Hütte liegt mitten in einer offenen Alpweide und ist während der Sommersaison bewartet.

    Capanna Salei 1024x768

    Der Beginn der Wanderung ist noch relativ gemütlich. Von hier geht es anschliessend Richtung Laghétt di Salèi.

    Aufstieg zum Laghétt di Salèi

    Nach der Capanna beginnt der erste richtige Anstieg der Tour. Der Weg führt durch die offene Berglandschaft stetig bergauf und gewinnt auf relativ kurzer Distanz spürbar an Höhe.

    Der Anstieg ist nicht besonders lang, macht aber schnell klar, dass man sich hier auf einem richtigen Bergwanderweg befindet. Gerade nach dem gemütlichen Start rund um die Alpe Salèi fand ich den Wechsel ziemlich deutlich.

    Aufstieg Zum Laghett 1024x768

    Laghétt di Salèi

    Nach dem Aufstieg erreicht man den Laghétt di Salèi.

    Der kleine Bergsee liegt in einer offenen alpinen Mulde und war für mich einer der schönsten Punkte der ganzen Tour.

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    Gerade nach dem ersten Aufstieg bietet sich hier eine Pause an.

    Die Kombination aus Bergsee, Graslandschaft und den umliegenden Gipfeln wirkt deutlich abgeschiedener als viele bekanntere Wanderziele im Tessin.

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    Vom Laghétt di Salèi zum höchsten Punkt der Tour

    Nach dem See geht es nochmals bergauf bis zum Pass dal Bösan auf rund 2’000 Metern.

    Für mich verändert sich die Wanderung hier nochmals deutlich. Die Umgebung wirkt alpiner und offener als rund um die Capanna und den Bergsee. Gleichzeitig werden die Ausblicke über die umliegende Berglandschaft immer weiter.

    Pass dal Bösan

    Hier öffnet sich die Landschaft nochmals deutlich. Statt des geschützten Bergsees dominieren nun weite Bergflanken und Ausblicke über die umliegenden Täler.

    Über Bösan Richtung Alpe Arena

    Nach dem Pass beginnt die Wanderung allmählich stärker Höhe zu verlieren.

    Die Route führt über Bösan weiter Richtung Alpe Arena.

    Dieser Abschnitt ist deutlich weniger von einzelnen Sehenswürdigkeiten geprägt. Für mich liegt der Reiz vielmehr in der abgeschiedenen Berglandschaft selbst.

    Capanna Alpe Arena

    Nach ungefähr der Hälfte der Tour erreicht man die Capanna Alpe Arena.

    Bis hierhin wechseln sich kleinere Auf- und Abstiege ab. Ab der Hütte ändert sich der Charakter der Wanderung dann deutlich: Der lange Abstieg zurück ins Vergeletto-Tal beginnt.

    Der lange Abstieg ins Vergeletto-Tal

    Nach der Alpe Arena beginnt für mich der körperlich anspruchsvollste Teil der Wanderung.

    Über mehrere Kilometer geht es fast durchgehend bergab. Dabei verändert sich auch die Landschaft immer wieder: Die offenen alpinen Flächen verschwinden langsam, der Weg führt zunehmend durch Wald und felsigere Abschnitte.

    Technisch empfand ich den Abstieg nicht als extrem schwierig. Die Länge und die vielen Höhenmeter gingen aber mit der Zeit deutlich in die Beine. Gerade gegen Ende war ich froh, dass der Weg allmählich flacher wurde.

    Nach fast 1’200 Höhenmetern Abstieg erreicht man schliesslich wieder den Talboden des Vergeletto-Tals.

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    Schwierigkeit und meine persönliche Einschätzung

    Die Route ist deutlich anspruchsvoller, als die knapp 11,5 Kilometer zunächst vermuten lassen.

    Der Aufstieg ist mit rund 390 Höhenmetern relativ moderat. Der entscheidende Punkt sind die ungefähr 1’190 Höhenmeter Abstieg.

    Gerade längere Abstiege belasten Beine und Knie anders als ein kontinuierlicher Aufstieg.

    Hinzu kommen Bergwanderwege im alpinen Gelände. Für mich gehören deshalb gute Wanderschuhe mit griffigem Profil klar zur Ausrüstung.

    Auch Wanderstöcke können beim langen Abstieg angenehm sein.

    Was mir an der Wanderung besonders gefallen hat

    Am meisten gefallen hat mir die Abwechslung innerhalb einer einzigen Tour.

    Zu Beginn läuft man über die offene Alpe Salèi zum kleinen Bergsee. Kurz darauf befindet man sich auf über 2’000 Metern in deutlich alpinerer Landschaft.

    Danach verändert sich die Umgebung beim langen Abstieg praktisch kontinuierlich, bis man wieder im grünen Vergeletto-Tal ankommt.

    Besonders positiv in Erinnerung geblieben sind mir:

    • der Laghétt di Salèi
    • die Aussicht rund um den Pass dal Bösan
    • die Ruhe entlang der Route
    • die unterschiedlichen Landschaften zwischen 2’000 und knapp 1’000 Metern Höhe
    • die Tatsache, dass die Luftseilbahn einen grossen Teil des Aufstiegs übernimmt

    Kosten

    Zusätzliche Kosten entstehen vor allem durch die Funivia Salei sowie die An- und Rückreise mit dem öffentlichen Verkehr.

    Da Fahrpreise und Betriebszeiten ändern können, würde ich hier keine festen aktuellen Preise in den Artikel schreiben.

    Vor der Wanderung würde ich sowohl die Seilbahn als auch die Postauto-Verbindungen nochmals aktuell prüfen.

    Mein Fazit

    Die Wanderung über Laghétt di Salèi und Pass dal Bösan hat mir vor allem wegen der Abgeschiedenheit und der abwechslungsreichen Landschaft gefallen.

    Mit der Funivia Salei gelangt man ohne langen Talaufstieg direkt auf fast 1’800 Meter. Von dort folgen ein Bergsee, ein Pass auf rund 2’000 Metern und schliesslich ein langer Abstieg durch sehr unterschiedliche Landschaften zurück ins Vergeletto-Tal.

    Der Laghétt di Salèi war für mich der landschaftlich schönste Einzelpunkt.

    Was ich bei der Tour aber nicht unterschätzen würde, sind die fast 1’200 Höhenmeter bergab. Die Strecke ist mit rund 11,5 Kilometern nicht besonders lang, fühlt sich dadurch aber deutlich anspruchsvoller an.

    Bei der Anreise würde ich ausnahmsweise nicht primär den öffentlichen Verkehr empfehlen. Die Verbindungen ins Vergeletto-Tal sind relativ spärlich, wodurch die Tour bei An- und Rückreise mit dem ÖV schnell unflexibel wird.

    Wenn du von weiter weg anreist, würde ich deshalb eher mit dem Auto ins Tal fahren und die Wanderung von dort starten. Eine Ausnahme ist für mich, wenn du ohnehin bereits im Tessin unterwegs bist und deine Anreise gut auf die vorhandenen Postauto-Verbindungen abstimmen kannst.

    Für mich ist die Tour insgesamt eine sehr schöne Wahl, wenn du eine ruhige Tessiner Bergwanderung suchst, längere Abstiege gewohnt bist und etwas mehr Planung bei der Anreise nicht scheust.

    Meine Tipps

    • Für die Anreise würde ich ausnahmsweise eher das Auto empfehlen. Die Postauto-Verbindungen ins Vergeletto-Tal sind relativ selten. Dadurch wird man bei Hin- und Rückfahrt schnell unflexibel. Wenn du von weiter weg anreist, ist das Auto für diese Tour meiner Meinung nach praktischer. Eine Ausnahme ist, wenn du bereits im Tessin unterwegs bist und deine Wanderung gut auf die vorhandenen Verbindungen abstimmen kannst.
    • Betriebszeiten der Funivia Salei kontrollieren. Die Seilbahn ist ein zentraler Bestandteil der Route.
    • Gute Wanderschuhe tragen. Die Strecke führt über richtige Bergwanderwege.
    • Den langen Abstieg nicht unterschätzen. Fast 1’200 Höhenmeter bergab gehen deutlich in die Beine.
    • Wanderstöcke mitnehmen, wenn du bei längeren Abstiegen Probleme mit Knien oder Beinen bekommst.
    • Genug Wasser und Verpflegung einpacken.
    • Zeit am Laghétt di Salèi einplanen. Für mich ist der See der schönste Punkt der Tour.
    • Wetterlage prüfen. Der höchste Punkt liegt auf über 2’000 Metern.
    • GPX oder Wanderkarte offline speichern. In abgelegenen Bergregionen würde ich mich nicht ausschliesslich auf Mobilfunk verlassen.

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